Entscheidend ist der Tätigkeitsschwerpunkt: Familienheimfahrten eines Selbstständigen

Der BFH hat sich kürzlich mit der Frage befasst, wie bei einem Selbstständigen die Fahrten zwischen einem auswärtigen Tätigkeitsort und dem eigenen Hausstand zu behandeln sind. Dabei ist wichtig, wie der für die doppelte Haushaltsführung maßgebliche Tätigkeitsort eines Selbstständigen bestimmt wird und welche Rolle eine Betriebsstätte beim Kunden spielt.

FG Münster : Maßgeblicher Betrachtungszeitpunkt einer Einbringung

Das FG Münster hat entschieden, dass die Voraussetzungen einer Sacheinlage im Sinne des § 20 Abs. 1 UmwStG im Zeitpunkt des tatsächlichen Abschlusses des Einbringungsvertrags vorliegen müssen und nicht im Zeitpunkt des steuerlichen Übertragungsstichtags. 

Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Neustarthilfe Plus: Der Steuerbescheid entscheidet über den Haupterwerb

Der Bayerische VGH bestätigt: Ob Soloselbstständige die Neustarthilfe Plus im Haupterwerb beanspruchen konnten, richtet sich nach den Einkünften laut Einkommensteuerbescheid. Wer 2019 unter 51 % lag, sollte prüfen, ob die Monate Januar oder Februar 2020 weiterhelfen.

Stand der Umsetzung und Herausforderungen: Die E-Rechnung in der Praxis

Seit dem 1.1.2025 müssen deutsche Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Die Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen für bestimmte Umsätze gilt dann ab 1.1.2027 für Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von mehr als EUR 800.000 und ab 1.1.2028 für alle übrigen in Deutschland ansässigen Unternehmen, soweit keine Ausnahme greift. Ein Blick in die Praxis zeigt, wie der Stand der Umsetzung ist und welche Herausforderungen zu bewältigen sind.

BMF: Neufassung der Digitalen Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme

Insbesondere aufgrund der Neufassung der Digitalen Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme (DSFinV-K) 3.0 hat das BMF den Anwendungserlass zur Abgabenordnung zu § 146a überarbeitet.

FG Münster: Entstehung junger Finanzmittel i. S. d. ErbStG

Das FG Münster hat entschieden, dass zur Ermittlung der jungen Finanzmittel im Sinne des § 13b Abs. 4 Nr. 5 Satz 2 ErbStG der positive Saldo der eingelegten und entnommenen Finanzmittel heranzuziehen ist, welche dem Betrieb im Zeitpunkt der Steuerentstehung weniger als 2 Jahre zuzurechnen waren. 

BMF: Entgeltlicher Nießbrauchsverzicht an Mietgrundstücken

Das BMF hat mit einem Schreiben auf die aktuelle BFH-Rechtsprechung zum entgeltlichen Verzicht auf ein Nießbrauchsrecht reagiert. Dieser Verzicht stellt entgegen der bisherigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung eine steuerbare Entschädigung dar.  

Überblick zur aktuellen Rechtsprechung: Bescheidberichtigung nach § 129 AO bei offenbaren Unrichtigkeiten

§ 129 AO eröffnet die Möglichkeit der Berichtigung von Schreibfehlern, Rechenfehlern und ähnlichen offenbaren Unrichtigkeiten, die beim Erlass des Verwaltungsakts unterlaufen sind. Die Korrekturvorschrift ist nach wie vor in hohem Maße streitanfällig.

FG Münster: Hinzurechnung fiktiver Betriebsausgaben bei Zuordnung zu DBA-Betriebsstätte

Das FG Münster hat entschieden, dass eine Hinzurechnung nach § 8b Abs. 3 Satz 1 und Abs. 5 Satz 1 KStG auch dann zu erfolgen hat, wenn die fiktiven nicht abziehbaren Betriebsausgaben funktional bei einer ausländischen Betriebsstätte angefallen wären, die nach einem DBA freigestellt ist. 

BFH: Verfahrensrechtliche Folgewirkung einer vGA

Die Möglichkeit der Änderung eines bestandskräftigen Steuerbescheids gemäß § 32a Abs. 1 KStG beschränkt sich nicht auf die unmittelbaren Folgen aus der bei einer Körperschaft in Ansatz gebrachten verdeckten Gewinnausschüttung (vGA). Erfasst werden ebenso weitergehende – mittelbare – Folgen für den Gesellschafter, z.B. die Berücksichtigung einer aus der vGA abgeleiteten verdeckten Einlage als nachträgliche Anschaffungskosten für die Beteiligung an einer anderen Körperschaft.



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